Weshalb Zusammenarbeit?
Die Gründe, innerhalb der Euregio an einer Entwicklungsperspektive zusammenzuarbeiten, sind technischer, ökologischer, ökonomischer, politischer und kultureller Art. Es bestanden schon lange viele grenzüberschreitende Kontakte. Der "Dreiländerpark" bildet daraus einen Rahmen, in dem Kontakte weiterentwickelt und in konkrete Projekte umgesetzt werden können.
Durch den "Dreiländerpark" laufen behördliche Grenzen, die oft ein Hindernis für die Nutzung von Chancen darstellen und einen angemessenen Ansatz zur Problemlösungen erschweren. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist für die Region ein bedeutendes Thema. Die Inhaltliche Abstimmung der Politik dies- und jenseits der Grenze ist eine Grundvoraussetzung für eine harmonische, trinationale Entwicklung des gesamten Gebiets. Dabei geht es zumeist um die grenzüberschreitende Abstimmung der Themenfelder untereinander und innerhalb der Themenfelder zwischen den Landesteilen. Hierdurch nehmen die Chancen für die zusammenarbeitenden Parteien zu dass es zu Synergieeffekten kommt.
Durch den grenzüberschreitenden Ansatz des "Dreiländerparks" kann man sich einfacher an den inhaltlich bedingten Grenzen orientieren. Das ist wichtig für eine angemessene inhaltliche Entwicklung der einzelnen Themenfelder. Dies betrifft zum Beispiel den Wasserhaushalt, die ökologische Hauptstruktur, die agrarische Bodennutzung und die Erholungs-Infrastruktur. Auf dem Gebiet des Wassers besteht sogar die Verpflichtung zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit auch aus der europäischen Wasserrahmenrichtlinie für die gemeinsame Erstellung von Bewirtschaftungsplänen für Einzugsgebiete.
Bestimmte Entwicklungen und Maßnahmen können erst bei ausreichender Teilnahme von Ak-teuren verwirklicht werden. Man denke zum Beispiel an Investitionen für biologische, umwelt-verträgliche Landwirtschaft oder grenzüberschreitende Verbindungen.
Schließlich gibt es auch den politisch-kulturellen Faktor: Wenn es auch in der (jüngeren) Vergangenheit klare Unterschiede zwischen den Bevölkerungsgruppen der Landesteile gab und noch gibt und obschon nationale Grenzen ihre Spuren als Demarkationslinie zwischen den drei Ländern gezogen haben, besteht gleichzeitig ein großer Wille zur Zusammenarbeit und ein Bedarf, gemeinschaftliche Probleme gemeinsam anzugehen. Diese euregionale Zusammenarbeit passt ausgezeichnet in das neue Europa der Regionen und kann außerdem von den verfügbaren europäischen Fonds profitieren.